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Scharfe Abwehr, stumpfe Zähne – Piranhas knabbern am Sieg, doch am Ende beißt die SG zu

Handball im Kochertal

Scharfe Abwehr, stumpfe Zähne – Piranhas knabbern am Sieg, doch am Ende beißt die SG zu

HA Neckarelz – SG Degmarn-Oedheim: 24:25 (11:15)

Auswärtsspiele ohne Harz gehören sicher nicht zur Lieblingsbeschäftigung eines Handballers, lassen sich aber leider nicht umgehen. Und so musste die SG Degmarn/Oedheim am drittletzten Spieltag der Saison 25/26 zu den Piranhas Neckarelz reisen. Während die SG nach dem bitteren Remis gegen Leudelsbach seinen dritten Platz nach hinten absichern wollte, brauchten die Gastgeber dringend Punkte im Kampf gegen den Abstieg. Nach einer starken Hinrunde, unter anderem mit einem Auswärtssieg in Oedheim, sind die Badener in den Abstiegsstrudel geraten und konnten in 2026 erst zwei Spiele gewinnen. Umso höher war hier natürlich die Motivation der SG, den harzfreien Gegner runterzuschießen, um die unbequeme Auswärtsreise in der nächsten Saison nicht mehr antreten zu müssen.

Angeführt vom neuen Spielmacher Luca Kazmeier startete die SG gut in die Partie und konnte den Großteil der ersten Halbzeit den Ton angeben. Zwar gelang es den Gastgebern aus Neckarelz phasenweise das Spiel zu drehen, spielbestimmend waren aber die in Blau gekleideten Kochertaler. Besonders Yannik Volz war das fehlende Harz am Spielgerät kaum anzumerken, immer wieder konnte der SG-Kapitän aus dem Rückraum netzen. Aus einer starken Abwehr heraus erspielte sich die SG vorne geduldig ihre Chance und ging folgerichtig mit einer 11:15 Führung in die Kabine. Coach Malte Willms hatte an der Leistung seiner Mannen nichts auszusetzen, viel besser kann man ohne Harz nicht auftreten.

Wer nun aber auf eine entspannte zweite Halbzeit in Kombination mit einem souveränen Auswärtssieg gehofft hatte, wurde enttäuscht, das Spiel entwickelte sich zu einem wahren Krimi. Die Neckarelzer gaben sich nicht auf und kämpften sich im Laufe der zweiten Halbzeit zurück ins Spiel. Die SG fand im Angriff immer weniger Lösungen gegen die körperbetonte Abwehr der Badener, in der Verteidigung entschlüsselten die Ladenberger-Schützlinge die offensive Deckung der Oedheimer und kamen über den Kreis immer wieder zu erfolgreichen Abschlüssen. Die SG kam fast nur noch in Umschaltsituationen zu Torerfolgen, im stehenden Angriff rieb man sich zu sehr auf. Ein weiterer Faktor, der im Laufe der zweiten Halbzeit immer größer wurde, war Benjamin von Petersdorff im Tor der Piranhas, der den Inbegriff einer “hat mal höher gespielt” Performance hinlegte und vermutlich eine zweistellige Anzahl an freien Würfen entschärfte. Die Kochertaler kassierten in den letzten zwölf Minuten nur noch einen Treffer, doch Heimkeeper VP verhinderte die Vorentscheidung. Das letzte Tor des Abends erzielte Yannik Volz schon drei Minuten vor Schluss vom Siebenmeterstrich (24:25), danach zeigte Devin Carpouzis im SG-Kasten, dass er seinem gegenüber in nichts nachsteht. Vorne konnten die Gäste den Sack nicht zumachen, doch Devin parierte zunächst glänzend gegen den vollkommen freistehenden Luca Göhl aus dem rechten Rückraum, bevor er mit der letzten Aktion den drohenden Ausgleichstreffer von Jonathan Bechtold verhinderte. Klappe zu, Piranha tot! Der Jubel über den hart erkämpften Sieg auf dem Feld und bei den zahlreichen, mitgereisten Fans auf der Tribüne war groß, manchmal klappt es eben auch ohne Harz.

Mit dem Auswärtssieg im Piranhabecken sichert sich die SG vorzeitig einen Platz in den Top 3 und kann ohne Druck in die verbleibenden zwei Saisonspiele gehen. Nach einem weiteren spielfreien Wochenende geht es am 25. April zu den Harzallergikern aus Buchen, bevor in der Folgewoche der Meister aus Asperg sein Landesliga Abschiedsspiel in Oedheim bestreitet. Die Jungs freuen sich auch in den letzten beiden, äußerst unangenehmen Partien über die Unterstützung ihrer treuen Fans.

SG Degmarn-Oedheim:
Yannik Volz (11/2), Luca Kazmeier (5/1), Tom Schmierer (3), Marius Lehmann (2), Simon Wüstholz (2), Patrick Grosser (1), Chris Schiemer (1), Timo Brücke, Devin Carpouzis, Marcel Fruh, Christoph Joost, Yann Mogler, Merdin Pracic, Dennis Tontsch, Ole Willms
Offizielle:
Malte Willms, Maurice Nicolai, Niklas Denzer, Steffen Leinmüller, Nicolai Maurice

Topscorer HA Neckarelz: Mathias Halbauer (5/2), Kevin Weippert (5)

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